Redaktion verweigert Veröffentlichung von Leserbrief
Nachdem sich Redakteur Florian Pichlmaier nach dreimaliger Bitte weigert, folgenden Leserbrief vom 14.08.2026 als Gebot der Fairness in der Landshuter Zeitung / Vilsbiburger Zeitung / Rottenburger Anzeiger und deren weiteren Ausgaben zu veröffentlichen, hier nun ungekürzt nachzulesen:
Realitätscheck zum Krankenhaus Vilsbiburg
Eine Reaktion auf den Artikel „Politiker-Aussagen im Realitätscheck“ in der Landshuter Zeitung vom 08.08.2026, verfasst von Florian Pichlmaier.
Abermals hat Redakteur Florian Pichlmaier meine schriftlichen Aussagen seiner letzten Presseanfrage an mich zu obigem Artikel stark verfälscht und verkürzt. Deshalb nun in der Originalversion, um allen Lesern ein korrektes Bild zu geben:
"Seit über einem halben Jahr diskutieren wir bereits sehr einseitig die Zukunft unseres Krankenhauses Vilsbiburg. Was zu Beginn als "Fake News" und "Panikmache" abgetan wurde, stellte sich Schritt für Schritt als wahr heraus. Kritiker wurden anschließend medial diffamiert. Für mich war dabei immer klar, dass wir die Notfallversorgung für die gesamte Region bestmöglich aufrechterhalten wollen. Hier dürfen Randlagen des Landkreises nicht benachteiligt werden.
Das erst kürzlich beschlossene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz zielt darauf ab, die finanzielle Lücke der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen und drastische Beitragssteigerungen zu verhindern. Es beinhaltet im Wesentlichen Ausgabenbegrenzungen für Praxen und Kliniken sowie höhere Abschläge für die Pharmaindustrie. Es mindert somit die Ausgabensteigerung im gesamten Gesundheitssystem. In dem Gesetz steht definitiv nicht, dass die stationäre 24/7 Notfallversorgung in Vilsbiburg geschlossen werden solle. Dessen Pläne sind sowieso viel älter als das vorliegende Gesetz vom 10. Juli. Deshalb schließt sich schon ein unmittelbarer Zusammenhang aus.
Als haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der CSU habe ich mir dennoch die Berechnungen geben lassen, wie denn diese prognostizierten Defizite zustande kommen. Basis dafür ist eine geschätzte Wirkung, ausgehend von der mittlerweile viel zitierten Krankenhausgesellschaft, für ganz Bayern pro Bett. Diese Schätzung wurde dann holzschnittartig mit der Bettenzahl von 1.187 aller fünf LA-Regio Kliniken multipliziert. Also völlig unabhängig davon, welches Leistungsspektrum wo und in welcher Form in Bayern sowie in der Region Landshut angeboten wird und wie die individuelle Auslastung in den Krankenhäusern ist. Auch die Medien haben eine große Verantwortung, inwiefern schwierige Transformationsprozesse konstruktiv und ehrlich begleitet werden."
Leider wird Pichlmaier offenbar dieser Verantwortung nicht gerecht. Er verdreht erneut den kompletten Sachverhalt, dass nicht das erst kürzlich beschlossene GKV-Gesetz zu diesen Beschlüssen für das Krankenhaus Vilsbiburg geführt hat, sondern das Ampel-Gesetz (KHVVG) aus 2024 mit den notwendigen, strengen Leistungsgruppen. Statt sachlich aufzuklären, war es ein wiederholter Versuch, relativ faktenfrei alle politischen Akteure gegeneinander auszuspielen. Bereits während der Kommunalwahl hatte ich Pichlmaier die Frage gestellt, wie er denn persönlich das Einhalten des Pressekodex sehe. Die Beantwortung blieb er mir bis heute schuldig.